IPO von CMC Markets

new-york-631577_640Ein neues Unternehmen auf dem Börsenparkett – das CMC Markets Finanzunternehmen will den Schritt in die Börse nun doch wagen.

Das Unternehmen CMC Markets

Die Firma mit Sitz in London bietet Tradern vor allem CFCs an, die über die Online-Handelsplattform „Next Generation“ handeln. Das Geschäftsjahr 2015 ist positiv verlaufen: Bis Ende September konnte der Umsatz um rund ein Drittel gesteigert werden. Das operative Ergebnis lag um drei Viertel höher als im Jahr zu vor – wenn das keine Erfolgsbilanz ist. Rund 44.000 aktive Trader waren über CMC unterwegs – es ist damit nach eigenen Angaben der führende Anbieter beim Onlinehandel mit CFDs. Das in 14 Ländern tätige Unternehmen hat seinen Sitz in London – die deutsche Niederlassung befindet sich in Frankfurt am Main. Mit einem Startkapital von 10.000 Dollar hatte Cruddas das Unternehmen 1989 als Devisenbroker gegründet, und war 1996 die erste Online-Handelsplattform für den Handel mit Devisen. Die Entwicklung der 25 Jahre war rasant: über 26 Millionen Transaktionen werden nunmehr im Jahr ausgeführt.

Der Schritt in die Börsenwelt

Das Unternehmen, über welches sich die Interessierten unter www.cmcmarkets.de informieren können, hatte schon vor rund 10 Jahren einen IPO geplant. Damals war man jedoch aufgrund der Marktlage davor zurückgeschreckt. Nunmehr ist der neue Anlauf für Februar geplant. Bisherige Geldgeber sind der Gründer des Unternehmens, Peter Cruddas sowie das Bankhaus Goldmann Sachs. Die Großbank ist derzeit im Besitz von 10% an CMC. Angeblich waren diese Anteile 2007 vom Firmengründer über den Ladentisch gegangen, für 100 Millionen Dollar. Der ehemalige Schatzmeister der konservativen Partei war über einen Spendenskandal gestolpert, und ist deshalb seinen diesbezüglichen Posten 2012 losgeworden.

Wie viele Anteilsscheine und welches Volumen auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Allerdings wird spekuliert, dass der Gesamtumfang bei über 200 Millionen Pfund liegen soll.

Die IPOs der nächsten Zeit

Auch das Börsenjahr 16 wird wieder einiges bewegen. Erstaunliche Neuzugänge, unerwartete Abgänge und geplante oder verschobene Börsengänge – es wird auf alle Fälle interessant. Ein Beispiel ist die Brain AG. Aus Hessen stammend, will das Biotechnologie-Unternehmen an die Börse gehen. Man beschäftigt sich in Zwingenberg vor allem mit Enzymen und Naturstoffen, die für industrielle Verfahren nutzbar sind.

Corestate Capital Holding – dieser Name steht für einen Investment-Manager, der über 250 Millionen Euro einnehmen wollte, um damit zu expandieren. Doch der Börsengang ist komplett abgesagt worden. Auch der Fischmagnat Iglo hatte mit der Börse geliebäugelt. Doch der Finanzinvestor Permira hat das Unternehmen an die Investmentgesellschaft Nomad veräußert. Einnahme: 2,6 Milliarden Euro. Nach der Umbenennung in Nomad Food soll ein Börsengang ins Auge gefasst werden.

Einen Börsengang prüfen wird man weiterhin bei Glycotope, einem Berliner Unternehmen, das sich mit Biotech befasst. Die Bearbeitung von Proteinen ist deren Spezialität – ob der Börsengang in diesem Jahr kommt, ist fraglich. Auch im Bereich der Pharma-Industrie kommen neue Innovationen auf die Börse. Aenova, ein Arzneihersteller, plant seinen IPO. Neuer Eigentümer ist BC Partners, der nun darüber entscheidet, ob mit Aktien Geld in die Kassen gespült wird.

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *